ERWAS auf der IWA-Konferenz „Holistic Sludge Management“ in Schweden

Im Rahmen der 2nd IWA Conference on Holistic Sludge Management (06.-09.06.2016 in Malmö, Schweden) konnten diverse Projektergebnisse aus verschiedenen ERWAS-Verbundprojekten der internationalen Fachwelt präsentiert werden. Gerade im Bereich einer ressourcenorientierten Klärschlammbehandlung nimmt Deutschland durch die durchgeführten Forschungstätigkeiten eine besondere Position ein.

Während der Konferenz waren dabei verschiedene ERWAS-Verbundpartner aktiv eingebunden:

Unter der Leitung von Christian Schaum konnten im Rahmen der Session „Sludge management in a German perspective – The ERWAS project“ verschiedene Projekte präsentiert werden:

  • The COD Balance of a WWTP: Possibilities and Limitations for Improving the Energy Efficiency; präsentiert durch Martin Kaleß von der RWTH Aachen (E-Klär).
  • From Sewage Sludge Treatment to Demand-driven energy supply using an anaerobic membrane digester; präsentiert durch Robert Lutze von der TU Darmstadt (ESiTI)
  • The Mephrec Process: Simultaneous Recovery of Energy and Phosphorus from Sewage Sludge; präsentiert durch Otto Schwarzmann von der Klärschlammverwertung Region Nürnberg (KRN Mephrec)

In einer Podiumsdiskussion mit dem Titel „Decision making for final sludge dispositions“ diskutierten Vertreter aus Schweden, USA, Japan und Deutschland die Motivationen und Hemmnisse einer Klärschlammverwertung. Deutschland wurde dabei durch Christian Schaum (TU Darmstadt) vertreten.

Die Session „Holistic Sludge Management – System Approaches“ wurde von Martin Kaleß (RWTH Aachen) als Co-Chair mit begleitet; Robert Lutze (TU Darmstadt) hat zusammen mit drei weiteren Young Professionals im Rahmen der Abschluss-Session die Konferenz in der Zusammenfassung präsentiert.

Ergänzt wurden die Beiträge aus Deutschland von Johannes Rühl (TU Darmstadt) zum Thema „Sewage Sludge Dewatering – A Key Element of a Resource-oriented Sewage Sludge Management“, Werner Sternad (Fraunhofer IGB) „High Load Anaerobic Digestion for WWTPs with Seasonal Variation: First Operational Results“ und Karl-Georg Schmelz (Emschergenossenschaft/Lippeverband) zum Thema „Sludge Management in Germany with focus on the legal Framework“.

Mit der Besichtigung der Power-to-Gas Anlage sowie der Monoklärschlammverbrennung auf der Kläranlage Kopenhagen-Avedøre wurde die Konferenz in Malmö abgeschlossen.

Die IWA Conference on Holistic Sludge Management wird 2019/2020 in Kanada eine Fortsetzung erfahren.

     

Abbildung 1: Öresundbrücke zwischen Dänemark und Schweden



  Abbildung 2: Referenten und Chairs der Session “Sludge management in a German perspective – The ERWAS project”

  Abbildung 3: Monoklärschlammverbrennung und Faultürme der Kläranlage Kopenhagen-Avedøre
 

ERWAS-Querschnittsthema  „Klärschlamm“

Im Rahmen der Fördermaßnahme „Zukunftsfähige Technologien und Konzepte für eine energieeffiziente und ressourcenschonende Wasserwirtschaft (ERWAS)“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) fand am 29. April 2016 das vierte Treffen des Querschnittsthemas „Nutzung der Energieressource Klärschlamm: Klärschlamm und Co-Substrate, Faulgas, Klärschlammverwertung“ unter der Leitung von Herrn Dr. Christian Schaum (TU Darmstadt, Institut IWAR) statt.

Die Ergebnisse der durchgeführten CSB-Vergleichsmessung innerhalb der ERWAS-Verbundpartner wurden in der KA Abwasser, Abfall im April 2016 sowie als Poster auf der Jahrestagung der Wasserchemischen Gesellschaft „Wasser 2016“ publiziert. Die Ergebnisse werden zudem in die Überarbeitung der DIN 38 414 – S 9 eingebracht.

In Analogie zu der CSB-Vergleichsmessung soll eine Vergleichsmessung zu Laborgärversuchen innerhalb der Verbundpartner durchgeführt werden. Hierbei soll der Einfluss von Versuchsaufbau/-durchführung sowie des Impfschlamms auf das Ergebnis untersucht werden. Die Durchführung und Auswertung soll bis Ende 2016 erfolgen.

Ansprechpartner:    

Dr.-Ing. Christian Schaum (ESiTI), TU Darmstadt, Institut IWAR
Dit e-mailadres wordt beveiligd tegen spambots. JavaScript dient ingeschakeld te zijn om het te bekijken.

 

Kläranlage der Zukunft“ - Ihre Meinung zählt!

Die Eignung von Technologien und Verfahren bzw. deren Kombination zum Zweck der energetischen Optimierung und Flexibilisierung der Klärschlammbehandlung soll anhand von verschiedenartigen Bewertungskriterien ermittelt werden. Doch welches Gewicht sollen die Kriterien erhalten? Welche Bedeutung haben sie jeweils? Dazu möchten wir Sie als Expertin/ Experten bzw. Entscheidungsträger aus Wasser- und Energiewirtschaft befragen. Durch Ihre Mitarbeit entsteht so ein praktikables Werkzeug zur Entscheidungsunterstützung.

Zum Fragebogen gelangen Sie über diesen Link: umfrage.esiti.de

Wir würden uns freuen, wenn Sie sich etwa 20-30 Minuten Zeit zur Beantwortung nehmen könnten. Bitte füllen Sie den Fragebogen bis zum 29.02.2016 aus. Alle Angaben werden anonymisiert behandelt. Und leiten Sie den link gerne weiter.

Selbstverständlich werden wir die Ergebnisse der Befragung in einer Veröffentlichung zugänglich machen, bei Interesse sprechen Sie uns gerne auch direkt an.

Ganz herzlichen Dank für Ihre Mitwirkung!

Erste einfache Energieeinsparpotentiale

Aufgabe des Projektes ESiTI ist neben der Ermittlung möglicher „Flexibilitätspotentiale“ zur Integration in Virtuelle Kraftwerke auch die Untersuchung nach Potentialen zur Reduktion der Energieverbräuche und für die Optimierung der Eigenerzeugung. Ziel ist am ZKW Darmstadt möglichst, zumindest bilanztechnisch, eine „Null-Energie-Anlage“ zu realisieren.

Maßnahmen, welche den Kernprozess der Abwasserbehandlung beeinflussen, sind hier natürlich kritisch zu bewerten und mit entsprechender Sorgfalt vorzubereiten. Aus diesem Grund wurden neben den Potentialen am Abwasserbehandlungsprozess zunächst auch „unkritische“ Effizienzmaßnahmen wie PV-Anlagen auf dem Gelände oder die Optimierung der Außenbeleuchtung untersucht.

Allein durch den Austausch und effizientere Anordnung der Lichtpunkte im Außenbereich lassen sich ca. 70 Prozent des Stromverbrauchs für die Außenbeleuchtung einsparen. Dies erfolgt sogar bei einer optimierten Ausleuchtung der Wegflächen und Anlagentechnik gegenüber der jahrzehntealten Bestandstechnik. Hinzu kommen Einspareffekte in der Instandhaltung durch verlängerte Lebensdauer der heutigen LED-Technik.

Um die Untersuchungsergebnisse auch in der Praxis zu testen wurde bereits eine „Testleuchte“ der Firma GRATZ Luminance installiert. Auf Grundlage der Testergebnisse und der Wirtschaftlichkeitsberechnungen wird von der bluemove-consulting GmbH (Kontakt: Arthur Dornburg, Geschäftsführer bluemove-consulting GmbH, Dit e-mailadres wordt beveiligd tegen spambots. JavaScript dient ingeschakeld te zijn om het te bekijken.) der komplette Austausch der ca. 200 verbleibenden Lichtpunkte überprüft, ggf. auch in mehreren Zeitabschnitten.

ERWAS-Querschnittsthema „Klärschlamm“

Im Rahmen der Fördermaßnahme „Zukunftsfähige Technologien und Konzepte für eine energieeffiziente und ressourcenschonende Wasserwirtschaft (ERWAS)“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) fand am 01. September 2015 das dritte Treffen des Querschnittsthemas „Nutzung der Energieressource Klärschlamm: Klärschlamm und Co-Substrate, Faulgas, Klärschlammverwertung“ unter der Leitung von Herrn Dr. Christian Schaum (TU Darmstadt, Institut IWAR) in den Räumen der DECHEMA in Frankfurt statt.

Schwerpunkt der Sitzung bildete die Diskussion der Ergebnisse der CSB-Vergleichsmessung zwischen den Verbundpartnern, wobei sich insgesamt 10 Laboratorien an der Vergleichsmessung beteiligt haben.

Die Bilanzierung der Klärschlammbehandlung auf Basis des chemischen Sauerstoffbedarfs (CSB) gewinnt zunehmend an Bedeutung. In der Praxis werden zzt. unterschiedliche Verfahren zur CSB-Analytik aus Klärschlamm eingesetzt, weshalb eine Vergleichsmessung bzgl. des CSB durchgeführt wurde. Ziel ist es, verschiedene Analysenverfahren unter Einbeziehung der Probenvor- bzw. -aufbereitung zu vergleichen, um Rückschlüsse auf Plausibilität und Reproduzierbarkeit der Messergebnisse bzgl. Klärschlammproben zu ziehen. Die Ergebnisse sollen zeitnah in einer Fachzeitschrift publiziert werden.

Im nächsten Schritt ist nun die Durchführung einer Vergleichsmessung von Laborgärversuchen geplant. Interessierte Laboratorien können sich gerne bezüglich einer Mitarbeit/Teilnahme an der Vergleichsmessung melden.

Das 4. Treffen des Querschnittsthemas Klärschlamm ist für Dezember 2015/Januar 2016 geplant.

Ansprechpartner:

  • Dr.-Ing. Christian Schaum, TU Darmstadt, Institut IWAR
  • E-Mail: Dit e-mailadres wordt beveiligd tegen spambots. JavaScript dient ingeschakeld te zijn om het te bekijken.

Abbildung: 3. Sitzung Querschnittsthema „Klärschlamm“ am 01.09.2015 in Frankfurt; Auswertung CSB-Vergleichsmessung